Seit einigen Jahren steigt das Interesse an Fenstern aus Polen und Türen aus Polen. Woran liegt es, dass sie einen immer breiteren Kreis von Erwerbern in ganz Europa finden? An der guten Qualitat? Am niedrigen Preis? Vielleicht an kurzen Lieferterminen? Jeder dieser Faktoren ist wohl von Bedeutung, denn Fenster aus Polen und Turen aus Polen sind auf einem hohen, europaischen technischen Niveau ausgefuhrt, wobei sie Preise beibehalten, die fur jeden Handler attraktiv sind. Eine betrachtliche Bedeutung hat auch die Tatsache, dass sie aus Polen schon nach 1 – 2 Wochen seit der Bestellung durch die Kunden geliefert werden konnen. Niemand macht heute in Europa Fenster so gut und so schnell wie die Polen.

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Technologie. Die Herstellung von modernen Einfachfenstern fi ng in Polen am Anfang der 90. Jahre an, wenn die deutschen Anbieter von Produkionsmaschinen und -stoff en polnische Abnehmer zu gewinnen begannen. Solche Marken wie VekaAluplast oder Schüco bauten ostlich von der Oder sehr schnell ein Abnehmernetz fur ihre Systeme, und die Anbieter der Maschinen:WegomaRotoxUrban und andere begannen, ihnen immer mehr Fertigungsstrasen zu verkaufen. Nach ihnen kamen die deutschen Anbieter von Beschlagen. WinkhausRotoSiegeniaG-U, die in Polen immer mehr Drehkippbeschlage, nicht nur fur Fenster aus Kunststoff en, aber auch fur Holz- und Aluminiumfenster verkauften. Die polnische Fensterund Turenindustrie adaptierte die deutschen Technologien und Stoff e sehr schnell und wurde einer der grosten Absatzmarkte fur die deutschen Produkte. Der am Anfang wachsende Baumarkt in Polen absorbierte beinahe jede Menge von Fenstern und Turen, die sich auf die deutsche Technik und die polnische Fertigung stutzten. Mit dem EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 wurden die in Polen gefertigten „deutschen“ Fenster immer kuhner auch auf anderen EU-Lander-Markten angeboten, und in jeder Saison wurden sie in ihren Konstruktionen immer fortgeschrittener.

Qualitat. Die anfanglichen Erfolge der Einfachfenster auf dem polnischen Markt waren mit der viel hoheren Qualitat im Vergleich zu den fruheren Konstruktionen von Verbund- oder Kastenfenstern verbunden. Kleine polnische Betriebe, die von Grund auf gebaut wurden, entwickelten sich ganz schnell, gewannen Erfahrung und verbesserten die Produktionsprozesse. Sie investierten in immer modernere – vorwiegend deutsche oder italienische – Technologielinien. Mit den modernen Linien wurden dort auch immer starker fortgeschrittene Produktions- und Qualitatsmanagementprozesse eingefuhrt. Das in den polnischen Betrieben allgemein durchgesetzte System ist ISO-9001, welches die Qualitatskontrolle von der Abnahme der Produktionsmaterialien und -rohstoff e, uber die Kontrolle am Arbeitsplatz bis zur Uberwachung und Reaktion auf Mangelrugen erlaubt. Heute ist bei jedem zahlenden Fenster- und Turenhersteller in Polen das ISO-System eingefuhrt, und regelmasige Kontrollprufungen bei notifi zierten Prufstellen, wie z.B. das Institut in Rosenheim, erlauben ihm, Erklarungen uber die Gebrauchseigenschaften der Erzeugnisse verantwortlich abzugeben und die Erzeugnisse mit dem CE-Zeichen zu kennzeichnen.

Produktivitat. Die Verbesserung der Produktionsprozesse und die standige Modernisierung des Maschinenparks fuhrten zur standigen Steigerung der Produktivitat von Fertigungsstrassen in polnischen Betrieben. Die weit gegangene Automatisierung, in Verbindung mit den immer niedrigeren Arbeitnehmerkosten und gunstigen Beschaff ungspreisen bei deutschen Anbietern, fuhrten zur Stabilisierung der Produktionskosten auf dem niedrigsten Niveau in Europa. Niedrigere Kosten machten es moglich, wettbewerbsfahigere Preise anzubieten, was wiederum die Zahl der Bestellungen erhohte und eine grosere Produktionsskala verursachte. Die grosere Skala erzwang weitere Modernisierungen der Fertigungsstrassen, was ihre standig wachsende Produktivitat zur Folge hatte. Dadurch funktionieren heute in Polen Betriebe, die innerhalb eines Tages mehrere Tausend Stuck Fenster herstellen, und der Prozess der Auftragsabwicklung kann seit der Erteilung bis zur Anlieferung des fertigen Erzeugnisses beim Kunden nicht langer als 7 Tage dauern.

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Flexibilitat. Die standige Modernisierung der Fertigungsstrassen bei Fensterfabriken, Einfuhrung von eigenen Furnierlinien fur Profi le, Stellen zum Bogenbiegen oder selbstandige Produktion von Glasverbunden – all das trug zu hoher Flexibilitat der Produktion bei. Dadurch stellt die Abwicklung der untypischen Bestellungen bei polnischen Betrieben kein Problem dar und hat einen lediglich geringen Einfluss auf die Produktivitat, und in der Folge auf die Kosten. Es sieht selbstverstandlich unterschiedlich bei unterschiedlichen Betrieben aus, anders bei der Bearbeitung von Kunststoff rahmen, als von Holzrahmen, generell aber darf man sagen, dass es keine Fensteroder Turform gibt – soweit sie nur geometrisch moglich ist – die heute in einer polnischen Fabrik nicht ausgefuhrt werden konnte.

Preis. Die Automatisierung von Produktionsprozessen, die standige Qualitatskontrolle, Erhohung der Produktivitat und der Produktionsskala trugen dazu bei, dass die Polen die niedrigsten Produktionskosten in Europa erreichten. Das ermoglichte wiederum eine hohe Flexibilitat in der Gestaltung der Preispolitik. Es muss jedoch zugegeben werden, dass nicht alle Hersteller in Polen diese Politik fachkundig, in der Harmonie mit dem Markt gestalten konnten. Nach dem anfanglichen Berauschen an Exporterfolgen, die sich auf die Politik der niedrigen Preise stutzten, korrigierten die meisten Exporteure zum Gluck ihre Kalkulationen, und die Fragen der Endverbraucherpreise ubergaben sie in die Hande der Vertreiber – ihrer Handelsvertreter auf dem jeweiligen Landesmarkt. Sie gestalten heute praktisch die Endverbraucherpreise und harmonisieren sie mit der aktuellen Marktlage.

Die Popularitat der polnischen Fenster und Turen unter deutschen, franzosischen oder italienischen Handlern ergibt sich nicht aus einer besonderen Sympathie fur das Land an der Weichsel, aber aus konkreten Vorteilen, die deren Verkauf auf den Markten ihrer Lander bringt. Polnische Erzeugnisse auf der Basis von deutschen Stoff en oder Bauteilen, die mit deutschen Maschinen, unter den von deutschen Anbietern bestimmten technologischen Regimes hergestellt werden, stehen ihren deutschen oder italienischen Entsprechungen wenig nach. Im Gegenteil – sie ubersteigen sie an Funktionalitat, einer breiteren Farb- und Formenpalette, Flexibilitat bei der Auswahl von Zusatzen. Sie haben alles, was die Handler am meisten schatzen: die Sicherheit der Produktqualitat, die Sicherheit einer schnellen Lieferung, eines gunstigen Preises und eines professionellen Garantieservices. Diejenigen, die mit Fenstern und Turen aus Polen bereits handeln, geben meistens zu: niemand macht heute Fenster so gut, so billig und so schnell wie die Polen. Wer es nicht glaubt – soll versuchen…

Jan Stolczyk

Quelle: Forum International 1(4) 2014

 

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